Effektive Compliance-Trainings

Von Beate Bruns – Effektive Compliance-Trainings machen einen großen Teil der digitalen Trainingsangebote aus. Unternehmen und Organisationen sind bei vielen Themen zur Schulung ihrer Mitarbeiter:innen verpflichtet. Die Schulungspflicht rührt a) aus gesetzlichen Anforderungen, b) aus erforderlichen (Re-) Zertifizierungen und c) aus der unternehmerischen Entscheidung heraus, die Mitarbeitenden zu rechtlichen und ethischen Aspekten präventiv zu schulen. Compliance-Trainings werden meist regelmäßig wiederholt, um die Kenntnisse der Mitarbeitenden aufzufrischen. Gerade auch Anforderungen wie Nachweisbarkeit, Aktualität, Wiederholung lassen sich mit Hilfe eines LMS und digitaler Lerninhalte sehr gut umsetzen.

Effektive Compliance-Trainings mit E-Learning umsetzen

Warum Compliance-Trainings so wichtig für die Organisation sind

Pflichtschulungen sind aus zwei Gründen für Organisationen und Unternehmen wichtig:

  • Die Mitarbeitenden lernen in den Pflichtschulungen die für ihren Arbeitsplatz relevanten Vorschriften kennen.
  • Die Organisationen reduzieren mit Hilfe von Compliance-Trainings Verstöße gegen geltendes Recht und organisationsinterne Vorschriften.

Warum E-Learning-Formate eine gute Idee für effektive Compliance-Trainings sind

Viele User empfinden die Pflichtschulungen als langweilig und sind wenig motiviert, sich damit zu beschäftigen. Mit E-Learnings, die kurzweilig, kreativ und abwechslungsreich sind, bleiben Compliance-Trainings Ihren Lernenden nachhaltig gut in Erinnerung. Und es gibt weitere Gründe, die für Online-Formate bei Compliance-Schulungen sprechen: Mit E-Learning lassen sich diese Schulungen effizienter gestalten, Reisezeiten verringern und die Teilnehmenden bleiben zeitlich flexibel.

Ein weiterer wichtiger Grund für die Nutzung von E-Learning Content sind das vereinfachte Teilnahmemanagement und die einfache digitale revisionssichere Dokumentation der durchgeführten Schulungen. Das Learning-Design-Team der time4you hat viele E-Learning-Inhalte zu Compliance-Themen umgesetzt. Hier ist eine Auswahl der Inhalte, die wir für unsere Kunden realisieren durften:

  • Datenschutz
  • Zertifizierung und Auditierung
  • Organisationsspezifisches Prozesswissen
  • Kinderarbeit
  • Informationssicherheit
  • Korruptionsbekämpfung
  • Arbeitssicherheit u.v.m

Vier Faktoren, um effektive Compliance-Trainings zu erstellen

Vier Faktoren sind zentral, um effektive Compliance-Trainings und generell E-Learning Content zu erstellen:

  • Ein guter Projektablauf mit den richtigen Arbeitspaketen und einem erfahrenen Projektmanagement
  • Das didaktisch-methodische Konzept und Storytelling
  • Das ästhetische Konzept
  • Die richtigen Inhalte und passenden Interaktionen

Ein bewährter Projektablauf zum Erstellen eines effektiven Compliance-Trainings

In einem gemeinsamen Projekt-Kickoff erarbeiten wir das Grobkonzept und stimmen darin inhaltliche und konzeptionelle Fragen ab. Beim Projektbeginn legen wir die Projektplanung fest, vereinbaren die Instrumente für die Kommunikation und Steuerung und klären, wer mit welchen Aufgaben am Projekt beteiligt ist.

Im Projekt hat sich ein iteratives Vorgehen mit agilen Elementen wie Sprints, frühzeitiges Blueprinting und Feedback bewährt. Fachkonzept, Styleguide, Treatment und Drehbuch sind zentrale Dokumente und zugleich Arbeitsschritte. Die Anpassung oder Produktion der Medien wie Bilder, Audio für die Vertonung und Video erfolgt idealerweise parallel zur Ausarbeitung der Inhalte.

Lernpersona und didaktisch-methodisches Konzept

Im nächsten Schritt entwickeln wir Lernpersonas, indem wir die charakteristischen Merkmale der Zielgruppe untersuchen. Je nach Ausgangsmaterial besprechen wir Didaktisierung, eine eventuelle Anreicherung mit Zusatzmaterialien und priorisieren Eckpunkte wie Reihenfolge, Umfang/Dauer, mögliche Tests und Zertifikate. Auf dieser Basis starten wir mit einer gut abgestimmten Zielvorstellung in die konkrete Konzeption im definierten, gewünschten Umfang und Stil.

Folgende Fragen dienen unseren Kunden und uns dabei als Orientierung:

  • Wer ist die Zielgruppe und wie wurde bisher gelernt?
  • Welcher sprachliche und optische Stil passt zu Ihrer Organisation? Was sind hier die Gepflogenheiten?
  • Sind die geplanten E-Learning Module in einen größeren Zusammenhang eingebunden? Soll es begleitende Infoveranstaltungen, Webinare, persönliche Ansprache im Führungskontext, etc. geben?
  • Was müssen wirklich alle Mitarbeiter:innen wissen und was fordert der Gesetzgeber verpflichtend?
  • Wie wird der Rollout ablaufen? Soll das E-Learning via SCORM oder xAPI in die Lernplattform integriert werden?

Das ästhetische Konzept für möglichst viele Sinne

Im Rahmen des Ästhetik-Konzepts legen wir die Bildsprache fest (inkl. Bewegtbilder in Animationen und Filmen). Die Bildsprache hat einen großen Einfluss auf die Wirkung des WBTs. Sie wird beeinflusst vom Corporate Design und trägt erheblich zur Motivation und Lernfreude bei. Die Bildelemente sind idealerweise Teil des Lerninhalts oder ergänzen den jeweiligen Lerninhalt und runden ihn ab. Rein illustrative Bildelemente nutzen wir in Lerninhalten deshalb nur sparsam.

Die richtigen Inhalte und Interaktionen

Kern jeder Seite sind die Informationselemente, sie stellen die Lerninhalte im engeren Sinne dar. Dazu gehören folgende Informationstypen:

  • Texte, statisch oder explorativ mit Hilfe von MouseOver-Elementen, Hotspots und ähnlichem
  • Bilder, Illustrationen, Infografiken, Schaubilder
  • Animationen der Texte, Seiten, Bilder
  • Anspruchsvollere Interaktionen in Übungen und Testaufgaben
  • Kombinationen davon

Ein E-Learning Content steht und fällt mit seinen Inhalten. Wir klären aus diesem Grund früh und verbindlich im Projekt, welche Informationen für das angestrebte Ziel wirklich relevant sind. Die Texte selbst vereinfachen wir durch Verbalisierungen, Aufzählungen und kürzere Sätze. Die Texter oder Copywriter formulieren möglichst prägnant und leicht verständlich, was wiederum die Menge des darstellbaren Inhalts einschränkt. Informationen, die es nicht auf die Seiten des WBTs oder des Erklärfilms geschafft haben, lassen sich in Form von herunterladbaren Dokumenten oder eines Glossars ergänzen.

Ergebnisse dieses Arbeitsschritts sind das Informationskonzept, das Treatment und das Drehbuch. Alle Konzepte und die zugehörigen Dokumente stimmen wir in Feedbackschleifen ab.

Redundanzen einbauen

Da das Selbstlernen letztlich auf der einzelnen WBT-Seite stattfindet, didaktisieren wir die Inhalte jeder Seite. Für einen guten Übergang zwischen den Seiten ist ein attraktives Storytelling sehr hilfreich. Ein grundlegendes Instrument der Didaktisierung sind Redundanzen. Sie sind notwendig, um die Informationen beim Lernenden zu verankern und damit das Selbstlernen am Bildschirm den gewünschten Effekt bringt. Beispiele für didaktische Redundanzen sind:

  • Überblick
  • Lernziele
  • Nächste Schritte
  • Reflexion
  • Wiederholung
  • Zusammenfassung

Effektive Compliance-Trainings produzieren

Spätestens nach der Freigabe der Inhalte beginnt der Produktionsprozess mit dem Autorentool. Wir nutzen meistens IBT LCM, das mit einfachen Word-Vorlagen in der Konzept-, Treatment- und Drehbuchphase arbeitet. Alternativ und ergänzend produzieren wir den E-Learning Content direkt im Authoring-Workspace, wozu wir lediglich einen Browser am Arbeitsplatz benötigen. Das System ist datenbankbasiert und erlaubt es, mit Medien- und Content-Bibliotheken vorhandene Content-Bausteine wiederholt zu verwenden.

Zum Schluss exportieren wir das fertige WBT in ein Dokument, das sogenannte Storyboard, und führen auf diesem Weg eine dokumentengestützte Versionierung durch. Im Storyboard ist der jeweils aktuelle Stand dokumentiert. Durch einfachen Upload und Konvertierung lässt sich daraus jederzeit per Knopfdruck ein lauffähiger interaktiver E-Learning Content erzeugen.

Möchten Sie auch gerne Compliance-Schulungen als E-Learning anbieten? Sprechen Sie uns gerne an!

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